Häufige Fragen
Fragen & Antworten
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Diagnostik, Kosten und Ablauf
Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen – von Kosten und Erstattung bis zum Ablauf der Diagnostik. Ihre Frage ist nicht dabei? Sprechen Sie uns gern über die Terminanfrage an.
Was kostet eine psychologische Diagnostik?
Die Gesamtkosten richten sich nach Art und Umfang der Diagnostik. Unsere Pakete – ADHS-Diagnostik ab 599 €, Autismus-Diagnostik (ASS) ab 799 €, Hochbegabungs-Diagnostik ab 499 € – beinhalten jeweils einen schriftlichen Befundbericht. Ein Erstgespräch von 60 Minuten kostet 140 € und wird auf ein anschließend beauftragtes Diagnostikpaket vollständig angerechnet.
Die angegebenen Paketpreise sind erfahrungsgemäße Richtwerte, an denen der Endbetrag in den meisten Fällen liegt. In Einzelfällen kann der Aufwand höher sein – etwa bei einer komplexeren Fragestellung oder wenn Befunde und Testergebnisse weniger eindeutig sind. Ein möglicher Mehraufwand wird immer bereits im Erstgespräch transparent besprochen und gemeinsam mit Ihnen abgestimmt.
Erfolgt die Abrechnung über die Krankenkasse?
Nein. Unsere Leistungen sind Selbstzahlerleistungen und werden nicht über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet. Sie können die Diagnostik unabhängig davon in Anspruch nehmen, ob Sie gesetzlich oder privat versichert sind – die Rechnung geht in beiden Fällen an Sie.
Kann ich die Rechnung bei meiner privaten Krankenversicherung oder Beihilfe einreichen?
Ja. Sie erhalten von uns eine Rechnung, die Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung oder Beihilfe einreichen können. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung erfolgt, entscheidet allein Ihre Versicherung nach Ihrem individuellen Tarif – darauf haben wir keinen Einfluss und können dazu keine verbindliche Aussage treffen. Viele private Versicherungen erstatten solche Leistungen ganz oder teilweise; das hängt jedoch vom jeweiligen Tarif ab.
Welche Zahlungsarten akzeptieren Sie?
Wir akzeptieren die Zahlung per bar, Überweisung oder Rechnung.
Wie lange sind die Wartezeiten für einen Termin?
Deutlich kürzer als in Kassenpraxen: Weil wir nicht an deren Bewilligungsverfahren gebunden sind, können wir kurzfristige Termine anbieten. Auf Ihre Anfrage melden wir uns zeitnah mit einem konkreten Terminvorschlag.
Wie viele Sitzungen sind für eine Diagnostik notwendig?
Nach einem obligaten Erstgespräch liegt die Gesamtdauer des diagnostischen Prozesses in der Regel zwischen zwei bis fünf weiteren Sitzungen in unserer Praxis.
Was passiert, wenn ich einen Termin absagen muss?
Termine können Sie bis 48 Stunden vorher kostenfrei absagen. Bei Nichterscheinen oder sehr kurzfristiger Absage kann ein Ausfallhonorar von bis zu 70 € anfallen – außer bei Vorliegen eines wichtigen Grundes. Sprechen Sie uns in solchen Fällen gern an.
Ersetzen die Leistungen eine ärztliche oder psychiatrische Behandlung?
Nein. Es handelt sich vordergründig um psychologische Diagnostik, nicht um eine Behandlung. Die gewonnene Klarheit kann bereits entlasten und durch Einsicht Erleichterung verschaffen; eine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung ersetzt sie jedoch nicht.
Was bedeutet eine Autismus-Spektrum-Störung?
In unserer Arbeit begegnen uns viele Menschen, deren Wahrnehmung als „anders“ etikettiert wird. Die erste Frage, die unsere Gesellschaft meist stellt, lautet noch immer: Was stimmt mit Ihnen nicht? Doch Autismus ist kein Defekt, sondern eine Normvariante – eine andere Weise, wahrzunehmen, zu empfinden und Informationen zu ordnen. Sie bringt reale Schwierigkeiten mit sich: die Erschöpfung durch Reizfülle, die Mühe, das Ungesagte zu entschlüsseln, die Überforderung durch das Unvorhergesehene. Und sie bringt Fähigkeiten mit sich, die im richtigen Umfeld zu Stärken werden: ein Denken in Zusammenhängen, eine geringe Toleranz gegenüber Widersprüchen, den Willen, eine Sache wirklich zu Ende zu denken und Strukturen zu schaffen.
Vieles, was als Schwäche erscheint, ist in Wahrheit eine Frage der Passung. Ein Mensch, der die Welt konsequent auf Stimmigkeit prüft, gerät in einer lauten, uneindeutigen Alltagswelt ständig an ihre Grenzen. Dieselbe Eigenschaft aber wäre ein Gewinn, wenn es darum ginge, ein gerechteres System zu entwerfen. Nicht ein Merkmal entscheidet über Stärke oder Schwäche, sondern der Kontext, in dem es wirkt.
Einem Missverständnis sollte vorgebeugt werden, das gut gemeint und dennoch falsch ist. Über Autismus kursieren zwei scheinbar gegensätzliche Bilder. Das eine ist abwertend: gestört, defizitär, behindert. Das andere ist bewundernd: das Genie, die Inselbegabung, der Mensch mit der Superkraft. Sie wirken wie Gegenteile, doch in Wahrheit sind sie zwei Seiten derselben Medaille – denn beide reduzieren einen einzelnen Menschen auf ein Etikett und machen aus ihm einen Typ, wo doch ein Mensch steht. Das Spektrum ist weit, und nicht jeder, der darin lebt, ist ein Visionär.
Das freundliche Bild ist dabei nicht harmloser als das abwertende. Wer autistische Menschen zu Genies erklärt, steckt sie nur in eine schönere Schublade – und lädt ihnen zugleich die Last auf, außergewöhnlich sein zu müssen, um überhaupt Anerkennung zu verdienen. Entstigmatisierung besteht nicht darin, das eine Bild gegen das andere zu tauschen, sondern darin, den Menschen weder abzuwerten noch zu überhöhen, sondern ihn als Person ernst zu nehmen. Es geht also schlicht und einfach um Anerkennung, um gesehen und ernst genommen zu werden. Manchmal ist es gerade der Blick von der Seite, der erkennt, was in der Mitte niemand mehr wahrnimmt.


