Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Terminvereinbarungen und diagnostischen Leistungen, die über die Website www.diagnostizier.bar oder im unmittelbaren Zusammenhang damit vereinbart werden.

§ 1 Anbieter und Geltungsbereich

Anbieter der Leistungen ist:

Praxis für Psychologische Diagnostik
Dr. rer. med. Rolf Fiedler, Psychologischer Psychotherapeut
Marktstraße 15, 48607 Ochtrup
Telefon: 02553 7589578
E-Mail: praxis@diagnostizier.bar

Diese AGB gelten gegenüber Verbrauchern und Unternehmern. Abweichende Bedingungen des Patienten oder Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich in Textform zugestimmt.

§ 2 Terminvereinbarung und Vertragsschluss

  1. Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Terminanfrage.
  2. Eine Terminanfrage über das Anfrageformular, über die Online-Terminbuchung, per E-Mail oder telefonisch ist für Sie unverbindlich. Sie bitten damit um einen Terminvorschlag; ein Vertrag kommt dadurch noch nicht zustande.
  3. Der Behandlungsvertrag im Sinne des § 630a BGB kommt zustande, wenn die Praxis einen Termin in Textform bestätigt und Sie diesen Termin annehmen. Eine automatisch versendete Eingangsbestätigung ist keine Terminbestätigung.
  4. Die Praxis ist berechtigt, eine Terminanfrage abzulehnen, insbesondere wenn die Fragestellung nicht zum Leistungsangebot gehört, eine Diagnostik fachlich nicht angezeigt ist oder der angefragte Termin nicht verfügbar ist.
  5. Die Leistungen sind als Privatleistung nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Minderjährige können sie nur gemeinsam mit ihren Sorgeberechtigten in Anspruch nehmen; Terminvereinbarung und Vertragsschluss erfolgen in diesem Fall durch die Sorgeberechtigten.

§ 3 Leistungen

  1. Gegenstand des Vertrages sind psychologische Diagnostik und gutachterliche Tätigkeiten, insbesondere ADHS-Diagnostik, Autismus-/ASS-Diagnostik sowie Hochbegabungs- und Intelligenzdiagnostik, jeweils einschließlich eines schriftlichen Befundberichts.
  2. Die Leistungen werden persönlich durch Dr. rer. med. Rolf Fiedler erbracht.
  3. Die diagnostischen Leistungen sind Privatleistungen (Selbstzahlerleistungen) außerhalb des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung.
  4. Die Praxis schuldet eine fachgerechte Durchführung der Diagnostik nach dem anerkannten Stand der Wissenschaft, nicht einen bestimmten Befund oder ein bestimmtes Ergebnis.
  5. Gutachten und gutachterliche Stellungnahmen für Dritte werden nicht über das Anfrageformular dieser Website beauftragt, sondern ausschließlich telefonisch oder per E-Mail nach individueller Absprache und gesonderter Auftragserteilung; Umfang, Fristen und Vergütung werden dabei im Einzelfall vereinbart.

§ 4 Vergütung und Zahlung

  1. Die Leistungen werden als Selbstzahlerleistungen erbracht. Eine Abrechnung mit der gesetzlichen Krankenversicherung findet nicht statt.
  2. Das Erstgespräch dauert 60 Minuten und wird mit 140 € berechnet. Wird im Anschluss ein Diagnostikpaket beauftragt, wird dieser Betrag vollständig auf die Vergütung des Pakets angerechnet. Die auf der Website genannten Paketpreise sind Richtwerte, an denen der Endbetrag erfahrungsgemäß liegt. Ein darüber hinausgehender Aufwand – etwa bei komplexerer Fragestellung oder uneindeutiger Befundlage – wird vor der Durchführung transparent besprochen und einvernehmlich vereinbart.
  3. Die Vergütung wird individuell vereinbart und nach Erbringung der Leistung in Rechnung gestellt. Rechnungen sind ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen ab Zugang zur Zahlung fällig.
  4. Heilkundliche Leistungen sind nach § 4 Nr. 14 Buchstabe a UStG umsatzsteuerfrei. Leistungen ohne therapeutisches Ziel – insbesondere Gutachten für Gerichte, Behörden oder Versicherungen – können der Umsatzsteuer unterliegen; die Umsatzsteuer wird in diesen Fällen gesondert ausgewiesen.
  5. Der Patient erhält eine Rechnung, die bei einer privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe eingereicht werden kann. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung erfolgt, entscheidet allein der jeweilige Kostenträger nach dem individuellen Tarif. Die Praxis hat darauf keinen Einfluss und schuldet keine Erstattungsfähigkeit.

§ 5 Absage von Terminen und Ausfallhonorar

  1. Vereinbarte Termine werden ausschließlich für den Patienten reserviert. Eine Absage ist bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich; maßgeblich ist der Zugang bei der Praxis.
  2. Bei einer späteren Absage oder bei Nichterscheinen kann ein Ausfallhonorar in Höhe von bis zu 70 € berechnet werden.
  3. Ein Ausfallhonorar wird nicht berechnet, wenn ein wichtiger Grund vorliegt – insbesondere bei plötzlicher Erkrankung, Unfall oder einem vergleichbaren unvorhersehbaren Ereignis.
  4. Ein Ausfallhonorar wird ferner nicht oder nur anteilig berechnet, soweit die freigewordene Zeit anderweitig genutzt werden konnte.
  5. Dem Patienten bleibt ausdrücklich der Nachweis gestattet, dass ein Schaden überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger als das vorgenannte Ausfallhonorar ist. Der Praxis bleibt der Nachweis eines höheren Schadens unbenommen.

§ 6 Schweigepflicht und Datenschutz

  1. Alle im Rahmen der Diagnostik bekannt gewordenen Informationen unterliegen der beruflichen Schweigepflicht nach § 203 StGB sowie der Berufsordnung der Psychotherapeutenkammer NRW.
  2. Befunde und Berichte werden ausschließlich an den Patienten selbst übermittelt. Eine Weitergabe an Dritte – etwa an behandelnde Ärzte, Arbeitgeber oder Kostenträger – erfolgt nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger Entbindung von der Schweigepflicht in Textform.
  3. Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung.

§ 7 Mitwirkung des Patienten

Eine belastbare Diagnostik setzt vollständige und zutreffende Angaben voraus. Der Patient wirkt daran mit, insbesondere durch wahrheitsgemäße Auskünfte zur Vorgeschichte, zu bestehenden Diagnosen und zu eingenommenen Medikamenten sowie durch das Bearbeiten der eingesetzten Testverfahren nach bestem Wissen. Unterbleibt die Mitwirkung, kann die Aussagekraft des Befundes eingeschränkt sein.

§ 8 Haftung

  1. Die diagnostischen Leistungen ersetzen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Ein bestimmter diagnostischer oder therapeutischer Erfolg wird nicht geschuldet.
  2. Die Praxis haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
  3. Für einfache Fahrlässigkeit haftet die Praxis nur bei der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Patient regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
  4. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen. Die Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes bleiben unberührt.

§ 9 Widerrufsrecht

Auf Behandlungsverträge nach § 630a BGB finden die Vorschriften über Fernabsatzverträge nach § 312 Abs. 2 Nr. 7 BGB keine Anwendung. Ein Widerrufsrecht nach § 312g BGB besteht daher nicht. Unberührt bleibt das Recht des Patienten, den Vertrag jederzeit nach § 627 BGB zu kündigen; bereits erbrachte Leistungen sind in diesem Fall zu vergüten. Die Regelung in § 5 zum Ausfallhonorar bleibt unberührt.

§ 10 Vertragssprache und Vertragstext

Der Vertrag wird in deutscher Sprache geschlossen. Der Vertragstext wird von der Praxis gespeichert; diese AGB sind auf der Website jederzeit abrufbar und werden dem Patienten mit der Terminbestätigung in Textform zur Verfügung gestellt.

§ 11 Verbraucherstreitbeilegung

Die Praxis ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle im Sinne des Verbraucherstreitbeilegungsgesetzes teilzunehmen.

§ 12 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Aufenthaltsstaates gewährte Schutz nicht entzogen wird.
  2. Ist der Patient Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Ochtrup.
  3. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

Stand: 31. August 2026